Aktuelles aus der Kantorei

 

„Der Geist hilft unsrer Schwachheit auf“-

BachZeit Eröffnung 2021

 

 

Endlich wieder Musik – die Hoffnung auf ein Abflauen der Krise, die Freude am wieder Lebendig- und Freisein und auch Sorge, wie es weitergeht. Bach mit seinem unerschöpflichen Fundus an Gedanken und Musik zum Leben schrieb auch für solche Zeiten faszinierend entsprechende Werke.

Die heurige neunte BachZeit vom 8.-14.8.2021 soll dem Neuanfang mit all seinen Facetten gewidmet sein.

Das feierliche Eröffnungskonzert am 8. August 21 um 19:30h, in der Basilika Mondsee beleuchtet mit den phantastischen doppelchörigen Motetten „Der Geist hilft unsrer Schwachheit auf“ und „Fürchte Dich nicht“  die Überwindung von Furcht und Schwäche und stellt mit der Kantate „Wer nur den lieben Gott lässt walten“  die  Gelassenheit in den Fokus, die uns so oft verloren geht.

Für die Lebendigkeit mag das beliebte spritzige, farbenreiche zweite Brandenburgische Konzert stehen, für das wir mit Franz Landlinger (Naturtrompete), Jonathan Volbers (Blockflöte), Alfia Bakieva (Geige) und Gabriel Gramesc (Oboe) erstklassige SolistInnen gewinnen konnten. Die Kantorei Mondsee  und das Consortium Lunaelacense  unter der Leitung von Gottfried Holzer-Graf freuen sich, wenn Sie uns zuhören wollen.

Karten im Vorverkauf erhalten Sie ab 23.7.21 beim Tourismusverband Mondsee oder  in der Ticket-Gretchen-App.

 

 

 

Meine halbe Stunde mit Bach

 

Auch heuer haben Sie wieder Gelegenheit allabendlich vom 9.-14. August um 20h eine halbe Stunde in der Basilika zu verweilen und engagierten Interpretinnen beim Bach Spielen zuzuhören, begleitet von Meditationstexten und mit Zeit für eigenes Innehalten. Orgel, Flöte, Violine, Cello, Gesang erwarten Sie im Wechsel mit Johann Sebastian Bachs intensiver Musik. Der Eintritt ist frei, ihre freiwilligen Spenden kommen den KünstlerInnen zugute, die auf eine Gage verzichten.

 

 

 

Eine Nacht mit Herrn Bach – Musikmarathon in der Basilika Mondsee am 15.8.21 ab 19h

 

 

Warum BachNacht? Wenn unsere Musiker*Innen kommen und bitten: „Lass uns doch mal dieses Werk oder jenes Werk“ spielen“, dann kommen immer wunderbare Ideen daher, die zu einer Vielzahl von Konzerten führen würden, welche uns aber organisatorisch und finanziell an die Grenzen bringen würden. So sind wir auf die Idee eines „Marathons“ gekommen:

4 Stunden Bach am Stück. Das Publikum kann nach Bedarf zwischen den Musikblöcken heraus- und hereinkommen, so dass das Zuhören ein Genuss bleibt. Wobei: es sind so wundervolle Werke, vielleicht mag man auch einfach sitzen bleiben:

„Weichet nur, betrübte Schatten“,  die Kantate für Solo-Sopran mit Marcia Sacha, das virtuose Violinkonzert E-Dur mit einem der schönsten Adagio-Sätze, die Kantate für Solo-Alt „Gott soll allein mein Herze haben“ mit Armin Gramer, die vielfältige  Orgel-Partita „Sei gegrüßt“ , die Partita Nr. 2 für Violine mit der berühmten Charconne , die Orchestersuite h-moll, die Sie sicher allein durch die  Badinerie für Flöte als Ohrwurm mitnehmen und last not least einen Teil der Goldberg-Variationen in der Fassung für Streichtrio.                                                                    

Karten im Vorverkauf (29,- VV/32,- AK) können Sie  ab

23. Juli im Klosterladen oder in der Trafik Schwaighofer erwerben. Wir freuen uns, wenn Sie mit uns die Rückkehr der Konzerte feiern!

 

Ausführliche Informationen zum Orgel.Punkt 2021: 9. - 25. Juli 2021

Wolfgang Amadeus Mozart, Requiem, KV 626, wird durch die wiederholten durch Covid-19- Auflagen bedingten Verschiebungen voraussichtlich am Freitag, 5.11.2021 in der Basilika Mondsee aufgeführt.

Legenden, Mythen ranken sich um das letzte Werk Mozarts, das „Requiem“: Ein  „grauer Bote“ habe Mozart den Auftrag gegeben, so berichtet Johann Friedrich Rochlitz in der Allgemeinen musikalischen Zeitung von 1798, also noch vor dem Erstdruck der Partitur, und beruft sich auf Schilderungen von Mozarts Gattin: Mozart sei fest überzeugt gewesen, „der Mann mit dem edlen Ansehen sei ein ganz ungewöhnlicher Mensch, der mit jener Welt in näherer Verbindung stehe, oder wohl gar ihm zugesandt sei, ihm sein Ende anzumelden“. Er habe dann Tag und Nacht und bis zur Ohnmacht an dem Werk gearbeitet, denn er habe geglaubt, er „arbeite dies Stück zu seiner eigenen Totenfeier“. 

Mozart starb während der Arbeit an „seinem Requiem“, und so bat Constanze einen Schüler Mozarts, Franz Josef Süßmayr, das fragmentarische Werk in Mozarts Sinne zu vollenden.

Diese bekannteste Fassung des Werks hat eine in der Musikgeschichte wohl einmalige Strahlkraft, die Intensität, mit der Mozart (und Süßmayr) sich mit dem Tod auseinandergesetzt haben, lässt Zuhörende kaum unberührt: bewegend, aufregend, beängstigend und letztlich tröstend sind Beschreibungen, die dem Werk zugeordnet werden – und wohl auch spürbar sind.

Die Kantorei St. Michael Mondsee und das Consortium Lunaelacense möchten mit diesem Werk innerhalb der Corona-Pandemie ein Zeichen setzen dafür, was Musik alles vermag.

Als Gedenkkonzert möge es an Daniel Kern erinnern, den Orgelbauer, der für die Große Orgel der Basilika Mondsee zeichnet und im letzten Jahr verstorben ist.

Mit Teresa Boning, Sopran; Reinhild Buchmayr, Alt, Sascha Zarrabi, Tenor und dem Preisträger des Mozarts-Wettbewerbs und international gefragten Bass Matthias Winckhler können Sie hochklassige SolistInnen erleben.